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Was ist dabei zu beachten?

Erstens:                                                                                                             

Stellen Sie sich eine fehlerfreie Bewerbungsmappe zusammen. Grobe Rechtschreibfehler lassen vermuten, daß Sie nicht nur bei der Bewerbung um eine Arbeitsstelle unsorgfältig sind. Sie bekommen dann oft nicht einmal eine Absage. Ihr Paßbild sollte vom Photographen stammen. Sie sollten freundlich darauf aussehen. Ihr Arbeitgeber will keine mißmutige Katze. Schreiben Sie auf die Rückseite des Bildes Ihren Namen und Ihren Vornamen und heften Sie das Bild an die erste Seite Ihrer Bewerbung. Geben Sie aber acht: Sie bewerben sich nicht bei einer Model-Agentur.

Zweitens:                                                                                                                      

Ihre Bewerbung sollte etwas Besonderes, Individuelles enthalten, das sie von anderen Bewerbungen unterscheidet. Ich bekam mal eine Bewerbung, bei der nach dem nicht so guten Zeugnis eine Seite folgte, auf der sich eine handgemalte Giraffe befand, mit einem sehr langen Hals. Darunter stand handschriftlich: ... wie Sie sehen, ist mein Zeugnis nicht so gut - aber: ich habe den Überblick!

So etwas weckt Interesse und Sympathie. Die Chancen, trotz schlechter Zeugnisse zum Gespräch gebeten zu werden, sind sehr gut. Das Bewerbungsgespräch ist wichtiger als das Zeugnis. Personalchefs habe einen Instinkt dafür, wer geeignet ist und wer nicht.

Drittens:

Wenn Sie wenig erbauliche Zeugnisnoten haben, müssen Sie das in Ihrer Bewerbung erklären. Irgendwie: ..." Ich war nicht immer ganz fleißig, habe aber Besserungspotential "... oder: ... "Dieses Fach hat mir nie besonders Spaß gemacht" ...  oder:"Ich mochte den Lehrer nicht besonders, und er mich wohl auch nicht."... Deuten Sie an, daß Sie sich als durchaus entwicklungsfähig, fleißig und zuverlässig betrachten. Schreiben Sie das auch, sonst erfährt es nämlich Ihr künftiger Arbeitgeber nicht. Und: Ihre Bewerbung unterscheidet sich durch diesen Mut von anderen Bewerbungen, wo der Verfasser die schlechten Noten am liebsten totschweigen möchte und sie daher unkommentiert läßt.

Viertens:

Bewerben Sie sich persönlich und blind an den Häusern oder Einrichtungen, wo Sie gerne arbeiten würden. Bitten Sie die Laborleiterin um einen kurzen Termin: " Ich würde sehr gern bei Ihnen arbeiten, habe gerade Examen gemacht. Ich weiß, daß Sie im Moment niemanden suchen, aber hätten Sie vielleicht die Tage doch mal 5 Minuten Zeit für mich?" Dann kommen Sie, sagen guten Tag, stellen sich vor und fragen, ob Sie Ihre Bewerbungsmappe mal dalassen dürften. Wenn Die Mappe genommen wird, haben Sie schon mal den Fuß in der Tür. Wenn sich nämlich bei der nächsten unerwarteten Personalveränderung akuter Bedarf ergibt, wird man sich Ihrer bestimmt erinnern. ("Da wollte doch eine hier anfangen, wir haben doch die Mappe noch da...")

Diese persönliche unaufgeforderte Vorstellung sollte nur dort erfolgen, wo sie auch gern arbeiten würden, also bei den Häusern und Instituten Ihrer ersten Wahl.

Fünftens:

Haben Sie bereits einmal darüber nachgedacht, nicht in einem Kliniklabor zu arbeiten? Denken Sie auch mal an folgende Alternativen:

-  Medizinstudium. Wenn Sie das Abitur haben und überdurchschnittliche Examensnoten,    wäre das was für Sie. Mit Ihrem Superzeugnis will Sie nämlich unter Umständen niemand    haben, weil man befürchtet, daß Sie sich als Intelligenzlerin nicht in das Team einfügen.    Das Studium dauert allerdings 6 Jahre. Erst dann verdienen Sie Geld. Wenn Sie fertig    sind, wird in Deutschland Ärztemangel herrschen. Eine Halbtagsstelle in Praxis oder    Klinik läßt sich auch mit Familie und Kindern vereinbaren.

-  Pharmareferentin/-referent. Reichlich Stellenangebote im MTA-Journal und im Internet.    Gutes Gehalt, Umsatzprovision und Dienstwagen. Sie sollten auf Menschen zugehen    können, ein gewisses Verkaufstalent haben, und dazu etwas Charme und Schwung.

-  Wissenschaftliche Institute, Speziallabors. Ziemlich abwechselungsreich, aber nicht    unbedingt besser bezahlt.

-  Entwicklungsdienst. Für die potentiellen Abenteurer. Der Bedarf ist groß, das Angebot    auch (Deutscher Entwicklungsdienst, Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit). Sehr    selbständiges Arbeiten. Aber: wer´s gemacht hat, fügt sich hinterher in die    bundesdeutschen Krankenhaushierarchien nur schlecht wieder ein. Und außerdem sind    nach der Rückkehr viele freundschaftliche Kontakte abgebrochen. Die Bezahlung    entspricht der in Deutschland. Bei karitativen Institutionen (Ärzte ohne Grenzen, Rotes    Kreuz u.ä. ist es deutliche weniger).Die GTZ gewährt Zulagen. In Krisengebieten riskieren    Sie Entführung und/oder Ermordung um der guten Sache willen. Aber Sie wollten ja auch    ein bißchen Abenteuer

-  Arbeiten im Ausland. Gesucht werden MTA in Österreich, der Schweiz, in Australien und    auch in Neuseeland. Für eine gewisse Zeit ist das vielleicht nicht schlecht. 2-3 Jahre    Berufserfahrung werden aber meistens erwartet.

-  Tätigkeit als MTA-Lehrassistentin. Nach einigen Berufsjahren kann man die Qualifikation    dafür über einen (berufsbegleitenden) Aufbaustudiengang an Gesundheitsakademien oder    Universitäten erwerben (dauert 2-3 Jahre). Was man dann so macht, erleben Sie ja täglich    hautnah.


Das Vorstellungsgespräch

Das Vorstellungsgespräch ist sehr wichtig, meistens wichtiger als die Zeugnisse, die Sie vorlegen. Wenn Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, hat man Interesse an Ihnen. Man ist prinzipiell zu einer Jahresinvestition von EUR 36.000 bereit. Soviel kosten Sie Ihren künftigen Arbeitgeber nämlich mindestens. Mit der Einladung zum Vorstellungsge-spräch ist eine Hürde zum Job schon genommen. Jetzt müssen Sie den Personalchef oder die Personalchefin von sich überzeugen.

(1) Was zieht man an?

Kleiden Sie sich geschmackvoll und farblich etwas abgestimmt. T-Shirt, Hose und bauchfrei sind out. Schminken Sie sich dezent. Lassen Sie die Stöckelschuhe besser im Schrank, wenn Sie nicht trittsicher damit gehen können. Stellen Sie sich vor, Sie müßten zu einer Hochzeit - aber nicht Ihrer eigenen. Sie sollen nett und freundlich aussehen. Einige von Ihnen haben beim mündlichen Examen das schon sehr gut hingekriegt. Einige von Ihnen aber auch nicht, wie ich gesehen habe.

(2) Begrüßungsritual

Wenn Sie vom Personalchef oder seiner Sekretärin namentlich ins Büro gebeten werden, brauchen Sie sich nicht vorzustellen. Man kennt Ihren Namen bereits.                               Geben Sie dem Personalchef/-chefin die Hand, drücken Sie sie gleichstark wie der Gesprächspartner, lächeln Sie (wichtig!) und nennen Sie den Partner beim Namen. Dazu müssen Sie sich diesen gut einprägen, auch wenn er Jaroczewicko lautet oder gänzlich unausprechlich sein sollte. Sagen Sie bei der Begrüßung ruhig: "Ich freue mich, daß Sie mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen haben. Halten Sie Augenkontakt!

Nehmen Sie erst Platz, wenn man sie dazu auffordert. Bietet man Ihnen etwas zu trinken an, müssen Sie annehmen, auch wenn Sie vor Aufregung gar keinen Durst haben.


(3) Das Gespräch

Das Gespräch eröffnet erst mal der Personalchef. Sie müssen mit einigen Fragen rechnen, auf die man sich vorbereiten kann. Ich zähle hier einige Beispielfragen auf:

- "Warum haben Sie sich bei uns beworben?" 

   Wer hier antwortet, daß es sich bei diesem Gespräch nur um die mögliche Realisierung    einer Notlösung handelt, verkürzt das Gespräch wesentlich.

- "Erzählen Sie mir ein bißchen von sich!"  (nicht länger als 3 Minuten, Kindergarten, und   Grundschule interessieren nicht, weiterer schulischer Werdegang durchaus.) Sagen Sie, in   welchen Fächern Sie gut und in welchen Sie weniger gut waren. Berichten Sie von außer-     schulischen Aktivitäten, wenn diese auf Teamfähigkeiten hinweisen. Wenn Sie musikalisch   oder kunstsinnig sind, sagen Sie das ruhig: etwas Kultur kommt immer gut an.

- "Wo liegen Ihre Stärken?" (Nennen Sie die, die für den Arbeitgeber interessant sein     könnten! (Teamfähigkeit, Interesse, sich in neue Dinge einzuarbeiten, Zuverlässigkeit,     Verantwortungsbewußtsein und alles, was ähnlich klingt.)

- "Wo liegen Ihre Schwächen?" (Vorsicht:Vorliebe für modische Kleidung, Schmuck oder ein    Schuhtick sind ganz sympathisch; ein schlechtes Gedächtnis, Reizbarkeit,    Krankheitsanfälligkeit, Unpünktlichkeit oder Schlafsucht sind ganz schlecht.)

- "Eigentlich haben Sie ja gar keine Erfahrung!"   Killerfrage zur Entmutigung. Selbstverständlich sehen Sie sich in der Lage, sich bei neuen Herausforderungen schnell und zuverlässig einzuarbeiten. Ebenso selbstverständlich wissen Sie, daß das Arbeitsfeld einer MTA stetem Wandel unterworfen ist und der medizinische Fortschritt bewirkt, daß man ständig seine Kenntnisse und Fähigkeiten erweitern muß. Das haben Sie schon während Ihrer Ausbildung erfahren. Sie würden sich freuen, wenn man Ihnen jetzt eine solche Chance bieten würde. Sie seien sich sicher, die Erwartungen an Ihre geistige Beweglichkeit und Teamfähigkeit erfüllen zu können.

- "Sind Sie überhaupt wohl teamfähig?"  - Ja, sicher. Schon in der Ausbildung haben Sie    bemerkt, daß ein gutes Team mehr Leistung bringt als ein schlechtes Team oder aber    eine Einzelperson.

- "Was haben Sie eigentlich zwischen dem Examen und heute so gemacht?"                         Wenn zwischenzeitlich mehr als 3 Monate vergangen sind, kommt diese Frage.                   Gute Antwort: Bewerbunggespräche, Computerkursus, Sprachreise, fachbezogene     Weiterbildung, hospitiert (also in irgendeinem Labor zugeschaut)                                        Schlechte Antwort: gar nichts, ausgespannt, mich vom Schulstreß erholt, Zeit in Wärme     verwandelt.

-  "Was für eine Gehaltsvorstellung haben Sie?"

Diese Frage stellt man Ihnen in der freien Wirtschaft oder in der Industrie. Informieren Sie sich im Internet über die aktuellen Gehaltstarife für Ihren Beruf. Gehen Sie ein bis höchstens zwei Tarifstufen darüber hinaus und beziffern Ihre Vorstellung als Bruttogehalt. Das ist das Gehalt, von dem noch alles mögliche abgezogen wird. Übrig und ausbezahlt wird immer das Nettogehalt. Wenn kein energischer Widerpruch kommt, fragen Sie: "Welche weiteren Konditionen sähe denn der Arbeitsvertrag vor, wenn Sie sich für mich entscheiden sollten?" Man wird Sie dann über Details (Zulagen, Prämien, Beteiligungen, Dienstwagen, Urlaub usw. informieren.)

        Wenn Sie bis jetzt noch nicht an dem Ihnen angebotenen Getränk genippt                          haben, wäre es nunmehr an der Zeit!


(4) Ihre Fragen an den Personalchef

Üblicherweise werden Sie gefragt, ob Sie noch etwas wissen möchten. Wenn nicht, bitten Sie: "Darf ich eventuell noch ein paar Fragen stellen?" Fragen Sie dann das, was Sie noch gern wissen möchten (Dienstzeiten, Größe des Mitarbeiterteams, Hierarchie usw.)


(5) Gespächsende: wird vom Personalchef bestimmt und signalisiert.


(6) Verabschiedung: besorgt gleichfalls der Personalchef. Bedanken Sie sich noch einmal:     "Vielen Dank für das Gespräch. Können Sie mir schon sagen, wann mit einer     Entscheidung zu rechnen ist?"


Damit ist die Show zu Ende. Die Entscheidung folgt üblicherweise einige Tage später mit der Post.


Absage erhalten. Was war falsch?

Lesen Sie das für Sie negative Schreiben genau. Vielleicht ist eine Begründung enthalten. Normalerweise aber nicht. Eine Rückfrage beim Verfasser des Briefes ist nicht aussichts-reich und sollte besser unterlassen werden - es sei denn, es handelt sich um ein Kleinunter- nehmen, bei dem Sie sich beworben haben (Familienbetrieb, Arztpraxis). Hier könnte man telefonisch nachhaken - ich persönlich täte es aber nicht.

Sie bekommen dann eine Absage, wenn ein anderer Bewerber für die ausgeschriebene Stelle besser geeignet erschien. Der Arbeitgeber erstellt ein Anforderungsprofil in Form einer Checkliste, deren Punkte er nach dem Bewerbungsgespräch durchgeht und abhakt.

Die Absage kann vielfältige Gründe haben, für die Sie nichts können. Lassen Sie sich nicht entmutigen. Üblicherweise führt man ca. 10 Bewerbungsgespräche, bis man eine Zusage erhält. Also: nicht verzagen und weitermachen. Irgendwann haben Sie Erfolg.


Und diesen Erfolg wünsche ich Ihnen!


Uwe Krämer


Hier folgt eine lesenswerter und interessanter Beitrag von Frau Linda Plümer, MTA in Münster, Examen bei uns in Osnabrück im August 2007:


Bald hab ich mein Examen...und was mach ich dann???

 
Die Frage habe ich mir immer öfter gestellt, als das letzte Semester angebrochen war. Soll ich mich schon bewerben, bevor ich mein Examen bestanden habe? Hat das alles überhaupt einen Sinn, oder wird die Bewerbung dann direkt aussortiert?

Leider waren die Lehrkräfte bei diesen Fragen keine besonders große Hilfe, und auch sonst war es sehr schwer, jemanden zu finden, der einem bei diesen Fragen helfen konnte.

Daher dachte ich, ich erzähle einfach mal wie es bei mir so gelaufen ist, damit ihr wisst,
was auf Euch zukommt!

Das Wichtigste, bevor man die erste Bewerbung auf die Reise schickt, ist schon mal ein Termin beim Arbeitsamt. Einmal kann man sich arbeitssuchend melden für den Zeitpunkt, wenn das Examen bestanden ist, aber vor allem kann man eine Rückzahlung der Bewerbungskosten beantragen. Das ist schnell erledigt und bringt pro Bewerbung 5 Euro ein!  Natürlich nur wenn man seine Unterlagen anständig ausfüllt, aber das sollte kein Problem darstellen!

Bewerbungen sind teuer!  Fotos kosten richtig Geld, daran sollte man denken! Gut ist daher, wenn man sich in Etappen bewirbt!

Wenn Ihr euch entscheidet, euch schon vor dem bestandenen Examen zu bewerben, dann ist es sinnvoll, die Stellen nach Interessen zu sortieren! Wenn Ihr 8 Fotos habt, dann sucht euch die 8 Stellen raus, die am interessantesten erscheinen! Seid euch  klar darüber, dass IMMER ein Anruf kommen kann, dass Ihr euch vorstellen sollt! Also nicht einfach wild in ganz Deutschland bewerben, wenn Ihr gar nicht in z.B. Bayern arbeiten wollt! Denn auch ein Vorstellungsgespräch in Bayern ist teuer und will erst mal organisiert sein!

Wenn die ersten Absagen kommen (und die kommen sicher), könnt Ihr die Fotos wiederverwenden, bekommt aber trotzdem für jede angegebene Adresse 5 Euro Bewerbungskosten erstattet! So halten sich die Kosten in Grenzen, aber es ist trotzdem immer noch viel teurer als man denkt. So war es zumindest bei mir!

Ebenfalls kann man über das Arbeitsamt vermittelt eine Bewerbungshilfe erhalten. Es gibt extra Einrichtungen für sowas. Die Leute kennen sich wirklich aus und stellen mit euch eine anständige Bewerbung zusammen. Da kann man dann sicher sein, dass die Unterlagen in Ordnung sind.

Wie sinnvoll ist es jedoch wirklich, sich ohne bereits bestandenes Examen zu bewerben?

Meine Erfahrungen haben mir gezeigt, dass es auch völlig ausreicht, sich erst zu bewerben wenn man sein Examen schon in der Tasche hat!

Natürlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass man nach dem Examen nicht arbeitslos ist, doch wer kann wirklich garantieren, dass er /sie das Examen besteht?

Da sitzt man dann in einem Vorstellungsgespräch und wird gefragt : „Na Frau Plümer, was meinen Sie denn? Bestehen Sie das Examen?“

Tja...hm...ich denke schon...aber..hm...ich kann nichts versprechen.

Das kommt natürlich nicht so prima an. Aber zumindest ich war nicht in der Lage, glaubhaft rüberzubringen, dass ich auf jeden Fall bestehe.

So rennt man dann in der stressigen Lernphase von einem Labor zum nächsten, opfert kostbare Zeit, um dann doch wieder eine Absage zu bekommen weil „andere Bewerberinnen schon früher verfügbar sind“.

Allerdings werden die Unterlagen auf jeden Fall nicht einfach weggeschmissen! Wenn es Laboratorien gibt, in denen Ihr wirklich gerne arbeiten würdet, dann lohnt es sich immer schon frühzeitig, eine Initiativbewerbung abzuschicken und dann abschließend hineinzuschreiben, dass diese als „Dauerbewerbung“ betrachtet werden kann. Dann wird sie im Labor behalten, und wenn es dann eine Stellenausschreibung bis zum Examen geben sollte, wird eure Bewerbung wieder herausgesucht, und vielleicht werdet Ihr dann eingeladen!

Noch ein Wort zu Vorstellungsgesprächen. Ich hatte keine Ahnung, was auf mich zukommt. Stellen die mir da Fachfragen? Muss ich mich auf dem Fachgebiet wie auf eine Prüfung vorbereiten? Nein! Tun sie nicht und muss man nicht!

Ein Vorstellungsgespräch dient ganz allein dazu, dass die Arbeitgeber einen mal beschnuppern können! Viele Ärzte oder Personalchefs sind schon ewig in ihrem Beruf und wissen sofort, ob jemand in Frage kommt oder nicht. Dazu muss man meist nicht mal viel sagen! Wichtig ist ein gepflegtes Auftreten, dabei sollte man sich aber nicht verkleiden, das würde auffallen! Einfach man selbst sein, ehrlich antworten und vor allem vorher mal darüber nachgedacht haben, warum man sich auf diesen Job bewirbt, denn die Frage kommt immer!

Also mein Fazit: Lasst euch nicht stressen! Macht in Ruhe euer Examen, haltet euch den Kopf frei! Der Stellenmarkt sieht im Moment ganz gut aus! 2 Monate nach dem Examen sind eigentlich alle von unserem Jahrgang untergekommen, ebenso alle Schüler des Münsteraner Examensjahrgangs (und das waren ein paar mehr)! Wer etwas flexibel ist, der findet auch einen Job! Außerdem ist ein Umzug meist unvermeidlich, wie bei mir z.B. nach Münster. Hat man den Job nun schon vor dem Examen klargemacht, kann man wieder während der Examensphase auf Wohnungsssuche gehen! Das ist kein Spaß, das kann ich euch sagen! Ich war froh, dass ich erst am 1.9. angefangen habe und somit noch einen Monat für die Suche Zeit hatte!  Gönnt euch einen Monat Ruhe und bewerbt euch ruhig erst zum September!

Es ist aber leider so, dass meist von heute auf morgen jemand gesucht wird! Stellenausschreibungen sind selten geworden! Das meiste läuft über Initiativbewerbungen oder direkte Anfragen von Laboratorien an Schulen.

Damit wären wir beim nächsten Thema. Frisch examinierte Kräfte sind billig! Seid euch sicher, dass euch niemand einstellt, weil ihr so einen tollen Abschluß gemacht habt! Natürlich sind gute Zensuren schick auf dem Papier, aber in erster Linie zählt, dass das Examen bestanden ist. Wenn dann der erste Eindruck gut ist und ihr sympathisch wirkt, werdet ihr gerne genommen, weil so günstig wie ihr niemand sonst arbeitet!

Verkauft euch nicht unter Wert! Ein eigenständiges Leben ist teuer! 1500 Euro hört sich vielleicht viel an, wenn man noch nie etwas verdient hat, aber die Abzüge sind enorm. Bei 1500 Euro brutto bleiben, glaube ich, nicht mal 1000 Euro netto über!  Es kommt natürlich auf die Stadt an, in der man lebt, aber in Münster sähe das schon schlecht aus. Die Mieten sind hier enorm hoch!

Schaut euch gut an, was das für eine Stelle ist, auf die ihr euch bewerbt und wo ihr leben müsstet!  Ist das Gehalt den Lebensumständen entsprechend angepasst?

Ich persönlich würde unter 1500 Euro gleich dankend ablehnen! Denkt immer daran, dass ihr 3 Jahre harte Ausbildung hinter euch habt!  Das sollte ein anständiges Gehalt wert sein!

 
So, damit wäre ich auch am Ende mit meinem Wort zum Sonntag. Ich habe noch eine Liste mit Laboratorien angefügt die ich für meine Bewerbungen recherchiert habe. Beim Arbeitsamt gibt es meist nur sehr wenig Angebote. Nicht, weil die sie nicht rausrücken, sondern weil die meisten Arbeitgeber wie schon oben erwähnt gar nicht erst eine freie Stelle ausschreiben oder ans Arbeitsamt weitergeben. Es wird einfach auf die eintrudelnden Bewerbungen gewartet, mit Schulen telefoniert oder mal rumgefragt wer noch jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt.....

 
Also haltet euch ran, macht ein gutes Examen, schreibt eine schicke Bewerbung und schon geht’s los ins Arbeitsleben!

 

Ich wünsche allen viel Glück fürs Examen und auch für die Jobsuche!

 

Linda Plümer


Es folgen hier einige Bewerbungsadressen:

Labor Benrath
z. H. Frau Wrobel
Benrather Schloßallee 74
D-40597 Düsseldorf

Clemens Hospital
Herr Winkelhaus-Elsing
Düesbergweg 124
48153 Münster

Institut für Pathologie am Mathias-Spital
Dr. med. K. Käpernick
Frankenburgstr. 31
48431 Rheine


Dr. Löer - Dr. Treder und Kollegen
z. Hd. Herr Dr. Löer
Hafenweg 11
48155 Münster


Fachklinik Hornheide e. V.
Personalleiter Herr Lange
Dorbaumstr. 300
48157 Münster


Klinikum Oldenburg
-Personalabteilung-
Dr.-Eden- Str. 10
26133 Oldenburg

Institut für Transfusionsmedizin
Professor Dr. R. Blasczyk
Medizinische Hochschule Hannover
Carl-Neuberg-Straße 1
30625 Hannover


Klinikum Dortmund / Klinikzentrum Mitte
Institut für Transfusionsmedizin
Beurhausstraße 40
44137 Dortmund

Biomar GmbH
Havensteinstr. 30 
46045 Oberhausen 


Universitätsklinikum Essen
Dezernat 01 Personalwesen
Herr K. Wawrzyniak
Hufelandstraße 55
45122 Essen

Medizinische Laboratorien Düsseldorf
z. H. Herrn Dr. Stephan Schauseil
Nordstraße 44
40477 Düsseldorf

Laborgemeinschaft am Marienhospital Emsdetten
Herr Giesen
Marienstr. 45
48282 Emsdetten

Verwaltung des Universitätsklinikum Münster
Dezernat 01.1 Herr Kuhne
Domagkstraße 5
48194 Münster Universitätsklinikum Münster

Institut für Transfusionsmedizin
Domagkstr. 11
48149 Münster


Die folgenden Anschriften sind von Katharina Hinze (Examen 8/07) - vielen Dank dafür!

 
Laborzentrum OWL
Dunlopstr. 50
33689 Bielefeld

Arbeitsgemeinschaft ostwestf. Ärzte
Gadderbaumer Str. 20
33602 Bielefeld

Baxter Oncology
Arthur Ladebeck Str. 136
33647 Bielefeld

Labor Krone
Siemensstr. 40
32105 Bad Salzuflen


Wer Interesse an Lebensmitteluntersuchungen hat:


Institut Dr. Erdmann
Amselweg 12
33378 Rheda-Wiedenbrück


 
Die meisten Kliniken und größeren Laboratorien haben Internetseiten! Behaltet sie im Auge denn oft werden dort Stellenanzeigen veröffentlicht!

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